Gewohnheiten endlich ändern!

„Wenn du weißt was du tust, kannst du tun was du willst“

Sind unser Bewegungsmustern veränderbar? Computer funktionieren mit Software, Menschen haben ihren Gewohnheiten. Aber manchmal gibt es einen Bug im System, die führt zu Rückenschmerz, Schulter-, Knie- oder Schlafproblemen.

Schön wär’s wenn wir unser eigene Software neu installieren könnten.

Aber egal wie sehr Sie es auch wollen, es ist unglaublich schwierig, Gewohnheiten zu ändern, da sie automatisch sind und tief in unserem Nervensystem programmiert sind.

Gute Gewohnheiten sind großartig. Aber schlechte Gewohnheiten sind schlimmer als schlecht, weil sie uns auf eine Art zu handeln beschränken.

Es gibt verschiedene Arten von Gewohnheiten. Einerseits sind Lebensgewohnheiten: um wieviel Uhr wir aufstehen, was und wieviel wir essen und trinken, ob wir Sport machen. Andererseits gibt es körperlichen Gewohnheiten: wie wir sitzen, stehen oder atmen, wie wir unsere Muskeln benutzen und wie wir uns bewegen.

Diese zweite Gruppe von Gewohnheiten ist für uns sehr wichtig. Wenn sie schlecht an unsere Bedürfnisse angepasst sind, können sie Problemen verursachen. Z.B. ständig verspannte Muskeln können zu Rückenschmerzen führen. Eine ’schlechte‘ Körperhaltung kann zu arbeitsbedingten Verletzungen wie ‚Computer- oder Tennisarmverletzungen‘ führen. Atmungsgewohnheiten können den Schlaf und das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen.

Willenskraft und die Selbstüberwindung werden Gewohnheiten nie ändern. Niemand wurde größer, schneller, oder schlauer, weil er oder sie es wünschte. Sie können Ihre Schultern bewusst zurückhalten. Aber das funktioniert nur, bis Sie auf etwas anderes konzentrieren, dann treten die Gewohnheit wieder in der Vordergrund.

Im Vorwort zu Mindful Spontaneity von Ruthy Alon schreibt Dr. Bernard Lake

„Wir sind alle süchtig – die Kreaturen unserer Gewohnheiten … Wir geben sie nicht ohne Angst und Qual auf. Die Ablehnung von Gewohnheiten ist bedrohlich. Wir erfinden … eine ganze Sammlung von Ausreden und Mitteln, um unsere Gewohnheiten weiter zu folgen. Was als Reaktion auf bestimmte Ereignisse begann, wird eingebettet. Sie bilden den Rahmen unserer Routinen. Dadurch, dass wir keine Zeit und Energie verschwenden müssen, um neue Antworten auf jede Situation vorzubereiten, dienen uns die Gewohnheiten gut und wir werden süchtig danach. Der Nachteil ist jedoch, dass wir unsere reiche Fähigkeit zur Kreativität und Spontanität aufgeben. „

Können automatische Gewohnheiten überhaupt geändert werden? Ja, es gibt Wege! Wenn die Gewohnheit sich bewusst ist, kann man sich entscheiden, sie nicht zu folgen. Noch, kann man eine Gewohnheit durch eine andere Handlung ersetzen. Wenn es sich gut anfühlt, wird dies eine neue Gewohnheit und die alte fällt weg.

Moshe Feldenkrais sagte: „Wenn du weißt was du tust, kannst du tun was du willst.“

Zum Beispiel gehe ich jeden Morgen zur Arbeit mit ‚Autopilot‘. Ich gehe immer den gleichen Weg. Ich sehe mich nicht um und frage mich nicht, ob es einen besseren Weg gibt.

Wenn ich jedoch eines Tages früh aufstehe und langsam gehe, kann ich mir Zeit lassen. Vielleicht bemerke ich einen Seitenweg, den ich noch nie gesehen habe. Weil ich neugierig bin und motiviert, Zeit zu sparen, gehe ich den Weg lang. Nach ein paar Kurven komme ich plötzlich an meinem Ziel an. Von da an wird der kürzere Weg meine neue Gewohnheit und der alte Weg wird ersetzt.

Viele Menschen stellen fest, dass sie durch die Feldenkrais®-Methode bestehende Gewohnheiten nachhaltig verändern können.

Bei der Feldenkrais®-Methode gehen wir oft ‚Slow‚, ganz langsamen. Nur langsam können wir sehen, wo die Abbiegungen sind. Noch, langsam, können wir uns halten, bevor wir gezwungen sind, die normale Weg zu folgen.

Wir benutzen auch Variationen, verschiedene Arten, eine Bewegung zu machen. Wir probieren alle Nebenwege aus, die uns begegnen. Dies gibt uns die beste Chance, eine zu finden, die zu uns passt.

Neugier ist wichtig für das Lernen, das ist wissenschaftlich belegt. Deshalb vermeiden wir gehirntote Wiederholungen wie in vielen Fitnesskursen. Neue Erfahrungen halten uns in der Gegenwart und regen unsere Neugier an, wo wir die Lernzone betreten.

Endlich spüren wir die Belohnung: Wir setzen die ganze Bewegung zusammen und es fühlt sich genau richtig an, es gibt keine Schmerzen, unser Körper weiß, dass dies eine gesunde und effiziente Art der Bewegung ist.

Zusammenfassend der beste Weg, eine Gewohnheit loszuwerden, ist sie durch eine andere Gewohnheit zu ersetzen. Dazu braucht man Langsamkeit, Neugier, Forschung und Freude. Durch die Vermeidung von Willensanstrengungen findet instinktiv unser Körper die effizienteste Art, sich zu bewegen.

Viele Menschen fahren auf Autopiloten. Andere erkennen, dass sie Gewohnheiten haben, die nicht mehr nützlich sind, oder sogar gefährlich. Die Feldenkrais® Methode bietet die Möglichkeit an, Bewegungs- und Denkgewohnheiten zu effektiv ändern.

Feldenkrais® Gruppenkursen „Bewusstheit durch Bewegung“ und Einzeln „Funktionale Integration“ Behandlungen verwenden seit über 70 Jahren Achtsamkeit, Langsamkeit und Bewegung, um das Gehirn zu verändern (soggenante ‚Neuroplastizität‘) und eine effektive und dauerhafte Veränderung herbeizuführen.


Fragen Sie mich nach Feldenkrais®.

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